B Räumliche Handlungsschwerpunkte

1 Der Schlossplatz und die angrenzenden Grundstücke

4th.jpgDer Schlossplatz markiert den Eingangsbereich des ursprünglichen Hanauer Stadtschlosses, an dem die gesamte Siedlungsgeschichte von Hanau ihren Ursprung genommen hat. Er ist gleichzeitig das Verbindungsglied zwischen dem hochwertigen Schlossgarten und der südlichen anschließenden überwiegenden Wohnbebauung der Hanauer Altstadt. Er verbindet vier historische Straßenräume und stellt mittels einer Gebäudebrücke den Bezug zum historischen „Fronhof“ her.

Auch für den neuen CPH (Congress Park Hanau) hat er die Funktion eines repräsentativen Eingangsbereiches und stellt sich nach Süden als „Tor zur Altstadt“ dar. Bei dem Theaterbau (ehemaliger Marstall des Schlosses) sowie dem alten Kanzleigebäude auf der Nordwestseite des Platzes handelt es sich um Kulturdenkmäler – die gesamte Platzanlage ist als Gesamtanlage als Denkmal des Wiederaufbaus unter Schutz gestellt.

Die Unterbringung der Stadtbibliothek muss verbessert werden.
Sie leidet am Schlossplatz unter erheblichem Platzmangel. Eine Erweiterung und adäquate Unterbringung ist dringend erforderlich – ob an diesem oder einem anderen Innenstadtstandort. Die historischen, teilweise denkmalgeschützten Gebäude der Stadtbibliothek, des Stadtarchivs und der Wetterauischen Gesellschaft stehen im Fall der Unterbringung dieser Nutzungen an alternativen Standorten für eine Umnutzung zur Verfügung.

Ein Hotel kann die Umgebung und den Congress Park Hanau aufwerten.
In einem Gutachten wurden hier ein möglicher Hotelstandort und weitere kongressergänzende Einrichtungen durch die Nähe zum „Congress Park Hanau“ gesehen. Dazu eignen sich mehrere Grundstücke im Umfeld des Schlossplatzes.

Unabhängig von der zukünftigen Nutzung ist eine hochwertige Platzgestaltung erforderlich.

Vorrangiges Ziel ist die Gestaltung eines attraktiven „steinernen Platzes“ als nördliches Entree zur Altstadt unter Beibehaltung und Stärkung der Sichtbezüge. Die Neugestaltung muss durch eine Belebung des Platzes, beispielsweise durch gastronomische Nutzungen, getragen werden.

Dies bedingt, dass der ebenerdige ruhende Individualverkehr hier nicht mehr möglich ist. In dem erforderlichen innerstädtischen Parkraumkonzept und dem MIV-Konzept (MIV = Mobiler Individual Verkehr) ist dies zu berücksichtigen.

Die Entwicklung des Bereichs Schlossplatz ist eine Pflichtaufgabe.

Die Realisierung eines Hotels und anderer künftiger Nutzungen ist optional.