C Inhaltliche Handlungsschwerpunkte

0 Grundlegende Erwartungen und Vorgaben

Im wettbewerblichen Dialog Innenstadt Hanau soll mit den Bewerbern nicht allein über den Verkauf von Flächen und die Ansiedlung einzelner Nutzungen verhandelt werden, sondern ganzheitliche Konzepte für die Entwicklung der Innenstadt vorrangig das Thema sein. Jede einzelne Investitionsabsicht wird sich in ihrer Einbindung in eine strategische Entwicklung der Innenstadt messen lassen müssen. Eindimensional gedachte Entwicklungen oder lediglich standortbezogene Investitionen werden keine Umsetzungschancen haben.

Erwartet werden querschnittsorientierte Planungen, die alle Aspekte und Handlungsfelder einer Innenstadtentwicklung betrachten – gefordert sind integrierte Konzepte, die die Potenziale einzelner Quartiere und Flächen zueinander in den städtebaulichen und wirtschaftlichen Kontext der Hanauer Innenstadt stellen und Disparitäten abbauen.

Die Innenstadt von Hanau ist weitgehend bauplanungsrechtlich unbeplant. Rechtskräftige Bebauungspläne existieren nur für den westlichen Innenstadtteil zwischen Nussallee und Herrnstraße sowie rund um den Kurt-Blaum-Platz im äußersten Südosten.

Für einen Großteil der Innenstadt existiert ein einfacher Bebauungsplan, der jedoch lediglich die Unzulässigkeit von Spielhallen regelt.

Bauliche Erneuerungen, Baulückenschließungen oder sonstige Neubauten können im Wesentlichen über die Innenbereichsregel des § 34 BauGB gesteuert werden. Als maßgebende Gebietskategorie ist für die Innenstadt überwiegend von „Kerngebiet“ oder „Allgemeinem Wohngebiet“ auszugehen; in einzelnen Bereichen dürfte eine sogenannte „diffuse Gemengelage“ vorliegen.

Der Freiheitsplatz war bisher ebenfalls nicht Gegenstand einer verbindlichen Bauleitplanung. Im Juli 2007 wurde ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst.