A Präambel-Die Ziele des wettbewerblichen Dialogs

0 Einleitung

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hanau hat am 16. Juni 2008 entschieden, wesentliche Innenstadtprojekte im Rahmen eines wettbewerblichen Dialogs nach § 6 a Vergabeverordnung zu realisieren.

Hintergrund für diese Entscheidung sind folgende Annahmen und Ziele:
Eine lebendige und lebenswerte Innenstadt definiert sich ganz im Sinne der Charta von Leipzig und der Grundsätze des Nationalen Stadtentwicklungsprogramms.

Ziel des wettbewerblichen Dialogs ist eine nachhaltige Innenstadtentwicklung im Sinne der Charta von Aalborg unter Beachtung der Ziele des Klimabündnisses, dem die Stadt Hanau 1993 beigetreten ist. Neben der als notwendig und richtig erachteten qualitativen und damit auch quantitativen Entwicklung von Einzelhandelsflächen in der Innenstadt sind weitere wesentliche innenstadtrelevante Fragestellungen zukunftsorientiert zu lösen.

Die in der Projektbeschreibung benannten Projekte und Fragestellungen stehen in ihrer Komplexität und Dynamik in einem inhaltlichen und zeitlichen Bezug zueinander.

Die Stadt Hanau konkretisiert, soweit nötig, die mit der einzelnen Aufgabenstellung verbundenen Zielsetzungen und Abhängigkeiten bei gleichzeitiger maximaler Offenheit gegenüber Lösungsvorschlägen seitens der Bewerber.

Die für den Planungsprozess notwendigen Rahmenbedingungen und Restriktionen werden benannt.

Voraussetzung für den Erfolg des wettbewerblichen Dialogverfahrens ist eine offene, tabufreie Diskussion.

Die Stadt Hanau erwartet ganzheitliche Lösungsvorschläge, die funktionale, soziale, wirtschaftliche und zeitliche Wechselwirkungen darstellen.

Die Projekte und Fragestellungen sind seitens der Stadt in zwingend (Pflichtaufgaben) und optional (Küraufgaben) zu bearbeitende Themen kategorisiert.

Die Stadt Hanau öffnet sich im Rahmen des wettbewerblichen Dialogs ausdrücklich einem gemeinsamen diskursiven Planungs- und Stadtentwicklungsprozess mit Bewerbern und Investoren.

Es werden Lösungen erwartet, die unter Berücksichtigung der Historie die Stadtentwicklungsziele mit wirtschaftlicher und nachhaltiger Realisierbarkeit verbinden.

Das „Vorhandene" wird so zum maßgeblichen Beitrag der gewollten Identitätsstiftung, ohne dass es einer notwendigen Entwicklung - auch unter Denkmalschutzgesichtspunkten - unüberbrückbar entgegensteht.

Ergebnis des wettbewerblichen Dialogs wird ein „Masterplan" der Innenstadtentwicklung sein. Dieser wird im Rahmen vertraglich fixierter Zeit- und Investitionspläne städtebauliche, funktionale und inhaltliche Vorgaben, z. B. zu den Einzelhandelssortimenten, umsetzen.

Für die Konzeptentwicklung und Realisierung stehen die in der Immobilienmatrix genannten Grundstücke, Immobilien und die in der Karte „Entwicklungsraum" dargestellten öffentlichen Räume zur Verfügung. Darüber hinaus können Entwicklungsvorstellungen für die im Korrespondenzgebiet (vgl. Karte Entwicklungsraum) gelegenen Grundstücke und Immobilien vorgeschlagen werden.

Bei der Bewertung der Wettbewerbsbeiträge wird die Qualität der Gesamtkonzeption Vorrang vor der städtischen Erlöserwartung haben.